Direktversicherung Lebensversicherung

Den Bereich der Lebensversicherungen muss man in zwei Kategorien unterteilen. Zum einen dient eine Lebensversicherung zur Risikoabdeckung. Wer zum Beispiel eine Baufinanzierung plant, sollte die Hypotheken- oder Bauspardarlehen über eine Risikolebensversicherung absichern. Dies kann mit einer fallenden Todesfallleistung adäquat zur geplanten Tilgungsrate erfolgen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass gerade im Marktsegment der Risikolebensversicherungen die Direktversicherer ausgezeichnete Angebote vorlegen. Hier sind teilweise – natürlich nur bei relativ jungem Einstiegsalter – Monatsprämien unter 10 Euro keine Seltenheit. Die Europa-Versicherung und einige andere Anbieter legen besonders günstige Tarife zum Beispiel für Nichtraucher vor.
Einen weitaus größeren Anteil haben jedoch kapitalbildende Lebensversicherungen, die zu Beginn des Rentenalters zur Auszahlung gelangen sollen.
Der konservative Versicherungsnehmer wird hier auch eine konventionelle Tarifvariante wählen. Zwar ist hier die Garantieverzinsung gering, dafür ist aber sicher, dass auch bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung keine Verluste hingenommen werden müssen. Auch hier zeichnet sich die Europa-Versicherung durch einen hohen Garantiezinssatz aus.
Im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherungen ist im Markt ein starker Kampf entstanden. Viele Versicherer versuchen ihre Produkte mit sogenannten Beitragserhaltungsgarantien zu versehen, die besagen, dass der Versicherungsnehmer im Minimum seine eingezahlten Beiträge zurückerhält.
Von der Rendite her interessanter sind natürlich die Fondsversicherungen ohne Garantiewerte. Allerdings sind sie eben auch stark marktabhängig. Wer sich für eine solche Variante entscheidet, sollte eine möglichst lange flexible Ablaufphase wählen. Die meisten Direktversicherer (wie auch alle anderen Versicherungsgesellschaften) bieten 5 Jahre als Höchstgrenze an. Bei einigen Direktversicherern, zum Beispiel bei der Europa-Versicherung, bei CosmosDirekt oder auch bei der HUK24, kann man die flexible Ablaufphase auf 10 Jahre ausdehnen.
Das besagt, dass der Versicherungsnehmer insgesamt einen Zeitraum von 20 Jahren zur Verfügung hat, um sich Gedanken über die Auszahlung zu machen. Läuft ein Lebensversicherungsvertrag zum 65. Lebensjahr aus und der Markt für die Veräußerung der Fondsanteile ist schlecht, kann der Versicherte die Versicherungssumme für einen Zeitraum von 10 Jahren nach Ablauf in einem Wertpapierdepot „parken“ und auf eine günstigere Marktsituation warten. Stellt er aber zum Beispiel bereits mit 58 Jahren fest, dass der Markt boomt und er sehr viel Geld für die erworbenen Fondsanteile erhalten würde, kann der den Vertrag, da dieser sich innerhalb der flexiblen Ablaufphase befindet, vorzeitig auflösen und von der guten wirtschaftlichen Lage profitieren.
Bei einem Online-Versicherungsvergleich erhält der Versicherte aussagekräftige Unterlagen über das Preis-/Leistungsverhältnis. Hier liegen die Direktversicherer immer im oberen Drittel, weil keine erhöhten Kosten durch den Vertriebsaußendienst amortisiert werden müssen. Ob und wieweit sich ein Lebensversicherungsvertrag als Direktversicherung dann dem Bedarf des Versicherten anpassen lässt, kann er nur durch das Prüfen der Versicherungsbedingungen feststellen. In der Regel sind aber die Direktversicherungen auch im Bereich der Lebensversicherung wesentlich flexibler in der Vertragsgestaltung, als es bei den herkömmlichen Versicherungsgesellschaften der Fall ist.

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